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<title>Pfarrkirche Stratzing</title>
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<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Stratzing</b> steht südlich über dem Markt der Marktgemeinde <a href="Stratzing" title="Stratzing">Stratzing</a> im <a href="Bezirk_Krems" title="Bezirk Krems">Bezirk Krems</a> in <a href="Nieder%C3%B6sterreich" title="Niederösterreich">Niederösterreich</a>. Die dem Patrozinium des Heiligen <a href="Nikolaus_von_Myra" title="Nikolaus von Myra">Nikolaus von Myra</a> unterstellte Pfarrkirche gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Krems" title="Liste der Pfarren im Dekanat Krems">Dekanat Krems</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_St._P%C3%B6lten" title="Diözese St. Pölten">Diözese St.&nbsp;Pölten</a>. Die Kirche steht unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Stratzing#Q38041545" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stratzing">Listeneintrag</a>).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die anfängliche Filialkirche von Krems war dem <a href="Stift_Lilienfeld" title="Stift Lilienfeld">Stift Lilienfeld</a> inkorporiert. Urkundlich wurde 1389 ein Pfarrer genannt. Im 16.&nbsp;Jahrhundert war die Pfarre <a href="Protestantisch" class="mw-redirect" title="Protestantisch">protestantisch</a>, 1612 wieder eine Pfarre von Krems. Ab 1629 wieder dem Stift Lilienfeld inkorporiert. 1954 wurde die Kirche restauriert, 1986 außen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<p>Der <a href="Romanik" title="Romanik">spätromanische</a> <a href="Saalkirche" title="Saalkirche">Saalbau</a> wurde <a href="Gotik" title="Gotik">spätgotisch</a> zu einem <a href="Basilika_(Bautyp)" title="Basilika (Bautyp)">basilikalen</a> Langhaus erweitert, der <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> ist gotisch, der <a href="Chorturm" title="Chorturm">Chorturm</a> spätromanisch/frühgotisch. Die Kirche ist von einer Bruchsteinmauer umgeben.
</p><p>Das Kirchenäußere zeigt ein basilikales Langhaus mit <a href="Barock" title="Barock">barocken</a> Rundbogenfenstern, die westliche Giebelfront hat Schlitzöffnungen vom romanischen Vorgängerbau. Das südliche gotische Spitzbogenportal zeigt Reste einer Polychromierung. Der eingezogene Chor hat einen <a href="F%C3%BCnfachtelschluss" title="Fünfachtelschluss">Fünfachtelschluss</a> und einfach abgetreppte <a href="Strebepfeiler" title="Strebepfeiler">Strebepfeiler</a>, über dem ersten Chorjoch steht der im Kern frühgotische querrechteckige Turmaufsatz aus 1736 mit einer <a href="Lisene" title="Lisene">Lisenengliederung</a>, Uhrengiebel und einem Zwiebelhelm, am Turmansatz sind drei mittelalterliche Kopfskulpturen eingemauert. Nördlich des Chores steht ein im Kern teils spätmittelalterlicher <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristeianbau</a>. In einer Nische befindet sich ein Kruzifix aus dem zweiten Viertel des 18.&nbsp;Jahrhunderts.
</p><p>Das Kircheninnere zeigt eine dreischiffige, dreijochige Basilika. Das im Kern romanische Hauptschiff hat ein spätgotisches Netzrippengewölbe aus sechszackigen Rautensternen aus dem Anfang des 16.&nbsp;Jahrhunderts, die Polychormierung der Rippen nach Proben erneuert. Die netzrippenunterwölbte Westempore aus 1522 ist in einem weiten Rundbogen geöffnet, die <a href="Ma%C3%9Fwerk" title="Maßwerk">Maßwerkbrüstung</a> aus ineinander greifenden Halbkreisen wurde im Mittelbereich erneuert. Das Hauptschiff ist mit Spitzbogenöffnungen zu den wesentlich niedrigeren Seitenschiffen des frühen 16.&nbsp;Jahrhunderts geöffnet, die zwei westlichen Joche der Seitenschiffe sind netzrippengewölbt, die östlichen Seitenschiffjoche sind durch Spitzbögen ausgeschieden, das nördliche Joch rechteckig mit einem Kreuzrippengewölbe und einem Rosettenschlussstein aus dem 14.&nbsp;Jahrhundert, das südliche Joch mit einem Fünfachtelschluss hat ein Kreuzrippengewölbe auf Faltkonsolen und Rosettenschlusssteine aus der ersten Hälfte des 14.&nbsp;Jahrhunderts. An den stark eingezogenen spitzbogigen <a href="Triumphbogen_(Kirchenbau)" title="Triumphbogen (Kirchenbau)">Triumphbogen</a> im Hauptschiff schließt ein zweijochiger Chor mit einem Fünfachtelschluss mit Kreuzrippengewölben auf konischen Anläufen und Rosettenschlusssteinen aus der ersten Hälfte des 14.&nbsp;Jahrhunderts an. In der südlichen Chorwand befindet sich eine Segmentbogensessionsnische mit einem profilierten Gewände und seitlich mit einem reliefierten gotischen Weinrankenfries mit Resten einer Polychromierung. Nördlich im Chor hat die tonnengewölbte Sakristei eine barocke Tür, die Sakramentsnische mit einer gemalten spätgotischen Rahmung zeigt im Aufsatz in schwarz-rot einen scheinarchitektonischen Kielbogen mit Fialen und Krabben, einen gesprengten Aufsatz mit Baldachin und die Figur Auferstandener Christus um 1500.
</p><p>Das Kircheninnere zeigt spätbarocke marmorimitierende Malerei in den Arkaden- und Lichtgadenfensterlaibungen sowie am Triumphbogen, dort auch ein gemaltes Doppelwappen Lilienfeld und Abt Ambros Becziczka. Im Chor zeigt sich neugotisches Architekturmalerei aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Es gibt Konsekrationskreuze. In der Segmentbogennische gibt es eine spätgotische Kritzelinschrift. Im Polygonschluss des südlichen Seitenschiffes zeigen sich Reste einer frühgotischen Wandmalerei mit Kreuzen in geometrischen Rahmen mit Figuren Maria und Johannes und im Scheidbogen einen hl.&nbsp;Bischof. An der Langhausnordwand zeigen sich Reste von frühbarocker Malerei mit Laubwerkrahmen mit Vasenaufsätzen und Engelfiguren in <a href="Grisaille" title="Grisaille">Grisaille</a> mit dem Bild <a href="Heilige_Familie" title="Heilige Familie">Heilige Familie</a> mit irdischer und himmlischer Dreifaltigkeit aus 1677. Die Glasmalerei im Chor zeigt die Heiligen Josef und Maria um 1900.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einrichtung">Einrichtung</h2></div>
<p>Der Hochaltar als freistehender <a href="Sarkophagaltar" class="mw-redirect" title="Sarkophagaltar">Sarkophagaltar</a> mit einem Marmortabernakel hat dahinter ein Wandretabel mit <a href="Pilaster" title="Pilaster">Pilastern</a> und einem Volutenauszug aus 1769, er zeigt das Altarblatt hl. Nikolaus mit einer Ansicht von Stratzing von <a href="Martin_Johann_Schmidt" title="Martin Johann Schmidt">Martin Johann Schmidt</a> 1784 flankiert von Engelsfiguren.
</p><p>Die Orgel in einem <a href="Neugotik" class="mw-redirect" title="Neugotik">neugotischen</a> Gehäuse baute Max Zachistal &amp; <a href="Franz_Capek" title="Franz Capek">Franz Capek</a> 1899.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grabdenkmäler"><span id="Grabdenkm.C3.A4ler"></span>Grabdenkmäler</h2></div>
<p>Innen
</p>
<ul><li>Es gibt fünf passauische Priestergrabsteine um 1600.</li>
<li>Im Chorboden eine Grabplatte zu Placidus Rosenberger 1728.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Stratzing, Pfarrkirche hl. Nikolaus, Pfarrhof.</i> In: <i>Die Kunstdenkmäler Österreichs. <a href="Dehio_Nieder%C3%B6sterreich_n%C3%B6rdlich_der_Donau_1990" title="Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990">Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990</a>.</i> S.&nbsp;1152–1154.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Stratzing?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Stratzing</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">48.45009</span><span class="longitude">15.60282</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:48.45009,15.60282"><span title="Breitengrad">48°&nbsp;27′&nbsp;0,3″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">15°&nbsp;36′&nbsp;10,2″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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